Epikutantest

Epikutantestung

Epikutantestung – Die optimale Lösung für jede Herausforderung

Alle Produkte werden unter standardisierten Bedingungen, aber dennoch möglichst anwendungsnah getestet. Eventuell können bestehende Sensibilisierungen nachgewiesen werden. Wird eine irritative Reaktion festgestellt, gilt dies als Nachweis einer primären Reizung durch die Testsubstanz. Aufgrund der hohen Produktvielfalt können nicht alle Produkte unter gleichen Bedingungen getestet werden. Deswegen bieten wir verschiedene Varianten des Epikutantests und passen zudem die Testprotokolle spezifisch an, sodass einige Produkte pur, andere verdünnt getestet werden.

Zusätzlich sind bei uns auch individuelle Testungen für spezielle Produkte möglich. Da es besondere Zielgruppen für einige Produkte gibt, bieten wir die Möglichkeit an, alle Testungen an Probanden mit bestimmten Hauttypen zu testen.

Epikutantestungen

Repetitiver-Epikutantest

Der repetitive Epikutantest kennzeichnet sich durch drei Standard-Epikutantestungen aus, die innerhalb von 7 Wochen mit demselben Produkt wiederholt durchgeführt werden. Das Ziel der Studie ist somit nicht nur, primäre Hautreizungen durch das Testprodukt und/oder schon bestehende Sensibilisierungen gegen das Testprodukt nachzuweisen, sondern auch ein hohes Sensibilisierungspotential eines Testprodukts auszuschließen. Sollten die ersten beiden Kontakte (erster Epikutantest und zweiter Epikutantest nach einer Pause von 2 Wochen) zu Sensibilisierungen führen, so werden sie im dritten Epikutantest (nach insgesamt 7 Wochen) sichtbar und es kommt zu einer Reaktion. Somit geben positive Hautreaktionen, die nur beim dritten Epikutantest auftreten, Auskunft über das Sensibilisierungspotential des geprüften Produktes.

Akkreditierte Epikutantestung

Die Dermatest® GmbH verfügt seit Oktober 2017 als erstes Unternehmen weltweit über ein akkreditiertes Testverfahren zur Beurteilung der Hautverträglichkeit von Substanzen direkt am Menschen. Mit unserer langjährigen Erfahrung und unseren hohen Qualitätsansprüchen wurde dieses Testverfahren etabliert und ständig weiterentwickelt bis hin zur Akkreditierung des Epikutantests durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) nach DIN EN ISO/IEC 17025 (Verfahrensnummer D-PL-18531-02-00). Dieses zertifizierte Verfahren basiert auf unserem Standard-Epikutantest und orientiert sich an der Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) zur „Durchführung des Epikutantests mit Kontaktallergenen“ (AWMF-Leitlinien-Register). Zusätzlich zeichnet sich der akkreditierte Epikutantest durch ein positives Votum der Ethikkommission, eine Studienfreigabe durch einen Sicherheitsbewerter und den Einschluss von Positiv- und Negativkontrollen aus. Dadurch kann ein noch höheres Maß an Sicherheit über die Studienergebnisse gewährleistet werden. Getestet werden können Kosmetika und Bedarfsgegenstände.

Standard-Epikutantest

Unser Standard-Epikutantest orientiert sich an der Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) zur „Durchführung des Epikutantests mit Kontaktallergenen“ (AWMF-Leitlinien-Register). Die Prüfprodukte werden dabei in geeigneter Konzentration auf ein selbstklebendes Pflaster aufgetragen und so unter semi-okklusiven Bedingungen 24 Stunden appliziert. Durch diese erhöhte Penetration wird die Verträglichkeit von Produkten oder Substanzen unter verstärkten Bedingungen getestet. Um ein aussagekräftiges Ergebnis über die Hautverträglichkeit von Produkten zu erhalten, wird empfohlen, mindestens 30 Probanden pro Studie zu testen. Die Beurteilung der Reaktionen erfolgt aufgrund der morphologischen Ausprägungen nach Empfehlungen der ICDRG (International Contact Dermatitis Research Group, Fregert S. 1981/2nd edition). Da der Verlauf der Reaktionen Auskunft über die Reaktionsart (allergisch oder irritativ) gibt, sind drei Ablesungen bei uns obligat. Die erste Bewertung erfolgt 30 Minuten nach Entfernen des Pflasters, eine zweite und dritte Ablesung erfolgt 48 und 72 Stunden nach Applikation.

Offener Epikutantest

Der offene Epikutantest ist ein modifiziertes Verfahren, um Produkte unter geringeren Expositionsbedingungen (fehlende Okklusion, kürzere Applikationsdauer) zu testen. Die Produkte werden in geeigneter Konzentration 20 Minuten auf die Haut aufgetragen. Die Ablesungen erfolgen direkt nach der Abnahme des Produktes sowie 30 und 60 Minuten nach Produktauftragung. Produkte mit kurzem Hautkontakt wie z. B. Masken, Gesichtsreiniger, Peelings und auch Desinfektionsmittel oder Zahnpflegemittel werden in der Regel nur offen getestet. Eine Okklusion wäre zu weit von einer tatsächlichen Anwendungsart entfernt und daher nicht sinnvoll. Des Weiteren eignet sich der offene Epikutantest zum Ausschluss von Sofortreaktionen, da das Risiko der Ausbildung toxisch irritativer Hautreaktionen deutlich reduziert ist.

Foto-Epikutantest

Der Foto-Epikutantest ermöglicht es, das fototoxische Potential von Produkten zu analysieren bzw. eine eventuell bestehende Photosensibilisierung nachzuweisen und gleichzeitig von einer UVA-bedingten Reaktion, einer Kontaktallergie oder einer rein irritativen Reaktion zu unterscheiden. Um dies zu ermöglichen, gibt es pro Produkt vier Testareale, die unterschiedlich behandelt werden. Auf zwei Areale wird das Produkt gemäß des okklusiven Standard-Epikutantests oder des offenen Epikutantests aufgetragen, das dritte und vierte Testareal bleiben unbehandelt. Nach der entsprechenden Applikationszeit erfolgt die erste Ablesung. Im Anschluss werden eines der behandelten und eines der unbehandelten Testareale bestrahlt. Weitere Ablesungen aller Areale erfolgen direkt nach der UV-Bestrahlung und nach weiteren 24, 48 und 72 Stunden. Das behandelte, aber unbestrahlte Feld gibt Informationen über rein irritative Reaktionen oder Kontaktallergien. Das unbehandelte, aber bestrahlte Areal dient dem Ausschluss von UVA-bedingten Reaktionen. Wenn es nur Reaktionen im behandelten und bestrahlten Testareal gibt, handelt es sich um eine phototoxische Reaktion.

Tape-Stripping-Epikutantest

Eine weitere Möglichkeit, Substanzen mit schlechter perkutaner Penetration testen zu können oder um eine beanspruchte Haut zu imitieren, ist der Tape-Stripping-Epikutantest. Vor Auftrag der zu testenden Substanzen werden die obersten Zellschichten des Stratum corneum mit Hilfe eines Klebestreifens abgetragen. Dadurch wird die Penetration der Substanzen vereinfacht bzw. verstärkt. Im Anschluss findet auch hier ein Standard- Epikutantest (24-stündige Okklusion mit Ablesungen 24, 48 und 72 Stunden nach Produktauftrag) oder ein offener Epikutantest (20-minütige Applikation mit Ablesungen 20, 30 und 60 Minuten nach Produktauftragung) statt. Diese Applikation auf beanspruchter Haut intensiviert den Kontakt durch das Stratum corneum und gibt so Auskunft über die Verträglichkeit auch auf stark beanspruchter Haut.

Skarifizierter-Epikutantest

Der skarifizierte Epikutantest ist eine weitere Variante des geschlossenen Standard-Epikutantests (24-stündige Okklusion mit Ablesungen 24, 48 und 72 Stunden nach Produktauftrag) und des offenen Epikutantests (20-minütige Applikation mit Ablesungen 20, 30 und 60 Minuten nach Produktauftrag), der für die Testung von Substanzen mit schlechter perkutaner Penetration genutzt werden oder eine geschädigte Haut imitieren kann. Hierfür wird das Testareal mit einer kleinen Lanzette oberflächlich leicht eingeritzt (skarifiziert). Diese Applikation auf skarifizierter Haut intensiviert den Kontakt durch das Stratum corneum und gibt so Auskunft über die Verträglichkeit auch auf geschädigter Haut.

Ihre Ansprechpartner

Dr. rer. nat. Imke Göllner
Dr. rer. nat. Imke GöllnerDipl. Biologin Studienleitung
+49 251 481637-79
dr.goellner@dermatest.de

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